Landwirtschaft 2020

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Die Internetplattform für eine neue Landwirtschaft.

AP 14/17 ist die politische Idee von einer  Landwirtschaft ohne Perspekive für uns kleinen und mittleren Familienbetriebe. Dagegen wollen wir uns wehren.

Helfen Sie uns!

Vision einer familiengerechten Landwirtschaftspolitik. Wir starten neu!

 

Volkinitiative Ernährungssouveränität wurde Ende März mit 109000 gültigen Unterschriften eingereicht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Einladung zur GV der IG zum Schutz und zur Förderung bäuerlicher Familienbetriebe

 

Forderungen zum Manifest am 27.November 2015

 

SAK Dossier von Fritz Bühlmann

 

AP 14/17 : Alter Wein in neuen Schläuchen

Die AP 14/17 wird als Erneuerung der Landwirtschaft dargestellt. Dem ist nicht so. Beim alten System erhielten die Bauern 1000 Fr. pro ha und rund 420 Fr. pro GVE (Grossvieheinheit= Rind) Tierhalterbeiträge und da die GVE Beiträge auf zwei Tiere limitiert sind, konnte man nicht x-beliebig Rinder halten um Beiträge zu kassieren. Neu sollen die Flächenbeiträge auf 2400 bis 3000 Fr. erhöht werden. Dafür gibt es keine Tierhalterbeiträge mehr. Es ist aber vorgesehen, dass bei tierlosen Betrieben die Flächenbeträge gekürzt werden können. Zudem werden Ethnobeiträge (BTS, Raus) weiterhin auf GVE, Anzahl Tiere ausbezahlt.

 

To big to fail Betriebe

Der Staat fördert grosse, unwirtschaftliche Betriebe, die marktfremd am Markt vorbei produzieren. In gewissen politischen Kreisen wird gefordert, dass man von heute 50000 Betrieben auf 20000 Betriebe reduziert. Dies kostet den Staat gleichviel, aber die rund 4 Mia Fr. würden auf weniger Betriebe verteilt (pro Betrieb 200000 Fr.). Dies macht keinen Sinn.

 

Heutige Landwirtschaft effizienter aber nicht wirtschaftlicher

Es wird behauptet, dass die heutige Landwirtschaft effizienter sei. Das heisst aber nicht, dass die heutige Landwirtschaft auch wirtschaftlicher ist. Die heutigen Grossbauern können nur überleben, weil sie vom Staat massiv Geld erhalten und so sich ihre Effizienz erkaufen können. Mit der AP 14/17 wird diese effiziente aber unwirtschaftliche Landwirtschaft zementiert.   

SAK-Verschärfung macht den kleinen Betrieben den Garaus

Die Verschärfung der SAK (Standartarbeitskraft) führt dazu, dass kleine Betriebe keine staatliche Hilfe mehr erhalten. Auch wenn sie heute noch von der Landwirtschaft leben und pro Betrieb nur geringe Stützungen erhalten, ist das das aus für rund 10000 Familien. Dies ist der Versuch der Agrarindustrie kleine wirtschaftliche Betriebe per Gesetz zum aufgeben zu zwingen, um dann auch an diese Flächen und somit auch an die Beiträge zu kommen.

 

Volkswirtschaftlicher Nutzen

Viele kleine und mittlere Betriebe könnten mehr breit verteilte Investitionen machen. Es sind nicht nur die kleinen Bertriebe die mit der neuen AP verschwinden. Bei vielem vor und nachgelagertem Gewerbe gehen Arbeitsplätze verloren. Die AP 14/17 hat die verheerende Wirkung einer Streubombe, zuerst werden die kleinen Landwirtschaftsbetriebe vernichtet und im zweiten Schritt, über längere Zeit, weil die Arbeit fehlt, Stellen abgebaut. Der Staat zerstört mit der AP 14/17 100000 Arbeitsplätze ohne damit einen Franken einzusparen. Im Gegenteil, die zusätzlichen Arbeitslosen verursachen den Kantonen Millionen Mehrkosten.   

 

Bauern werden durch ausländische Arbeitskräfte ersetzt.

Wenn die Betriebe grösser werden wird die Arbeit nicht weniger. Entweder werden die fehlenden Bauern durch Lohnunternehmen ersetzt, die mit ihren schweren Maschinen die Fruchtbarkeit der Böden ruinieren, weil sie auch bei ungünstigen Bedingungen Böden bearbeiten oder die fehlenden Bauern werden durch Billiglohnarbeiter aus dem Ostblock ersetzt. In einer Zeit, da die Arbeitslosigkeit zunimmt, ist dies der falsche Weg.

 

Es trifft alle Kleinbetriebe

Mit der  AP 14/17 verschwinden alle Kleinbetriebe. Dies ist vor allem für das Berggebiet gravierend. Denn auf der einen Seite können die Berggebiete nur gepflegt werden, wenn genügend Bauern da sind und dafür auch ein überlebensfähiges Einkommen erzielen können.Auf der anderen Seite haben diese kleinen Betriebsstrukturen auch die Aufgabe der dezentralen Besiedelung und Arbeiterhaltung im Berggebiet.

 

Mehr als nur Nahrungsmittelproduktion

Die Schweizer Landwirtschaft hat noch andere Aufgaben als nur die Nahrungsmittelproduktion.

Wichtige Aufgaben der Landwirtschaft sind Kulturlandpflege, dezentrale Besiedelung und soziale kulturelle Werterhaltung. Dies ist auch im Verfassungsauftrag der Bundesverfassung so festgehalten. Eine kolchosen ähnliche Grossbauernlandwirtschaft kann diese Verfassungsaufträge nicht erfüllen.

 

Ökologische Paradoxe

Auf der einen Seite will man mit den Flächenbeiträgen die landwirtschaftliche Produktion fördern, auf der anderen Seite gibt der Staat Geld aus (Ökobeiträge),damit weniger produziert wird. Dies ist paradox. Da beide Beiträge auf die Flächen ausbezahlt werden, profitieren nur flächenmässig grosse Betriebe. Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Subventionierung wird nicht hinterfragt.

Dabei wäre die Lösung so einfach: weniger (eine obere Limitierung) Direktzahlungen würde zu einer einfacheren und ökologischeren Landwirtschaft führen, weil sich das unwirtschaftliche wachsen nicht mehr auszahlte.

 

Uno-Welternährungsbericht

Die UNO hat in ihrem Bericht zur Welternährung festgehalten, dass nur eine kleinstrukturierte Landwirtschaft, die genossenschaftlich organisiert ist, die Welternährung sicherstellen kann. In der Schweiz haben wir diese Strukturen, und wie zwei Weltkriege aufzeigen, hat die Ernährung der Bevölkerung in der Schweiz sich profiliert. Und nun versucht man mit allen Mitteln diese Strukturen zu zerstören.

In Entwicklungsländern wird die Schweizer Landwirtschaft als Vorbild genommen.

Die UNO will das Jahr 2014 zum Jahr der Kleinbauern ernennen und in der Schweiz  vernichtet man in dieser Zeit, was die UNO fordert.

 

Unser Anliegen

Wir wollen eine Landwirtschaft die allen eine Überlebenschance gibt.

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